Bekämpfung von Neophyten und Neozoen - Gebietsfremde Pflanzen und Tiere
Mit dem Frühling erwachen auch viele invasive gebietsfremde Pflanzen und Tiere wieder. Wir möchten die Bevölkerung für die Bekämpfung der aktuell wichtigsten Pflanzen sensibilisieren. In unserer Gemeinde wachsen invasive Neophyten unerkannt in den Gärten. Zudem breitet sich Neozoen wie die Asiatische Hornisse sowie die Tigermücke immer mehr aus.
Neophyten
Invasive Pflanzen bedrohen die einheimische Flora, zudem können sie Schäden an Infrastrukturen verursachen, zu gesundheitlichen Problemen führen oder die Waldbrandgefahr erhöhen.
Viele von ihnen haben sich bei uns gut integriert. Invasive Neophyten jedoch sind jene Arten, welche die Biodiversität beeinträchtigen. Bei diesen Pflanzen besteht dringend Handlungsbedarf, da sich diese zu schnell ausbreiten und die einheimische Flora zu verdrängen drohen.
Neophyten kommen nicht nur in Wäldern, an Bachufern oder auf extensiven Wiesen vor. Das einjährige Berufskraut, der Sommerflieder sowie der Kirschlorbeer und die kanadische Goldrute sind leider oft noch in vielen Gärten zu finden. Damit Tiere und Insekten genug Nahrung finden, ist es wichtig, einheimische Pflanzenarten auch im eigenen Garten zu fördern.
Die Bevölkerung wird aufgefordert, ihre Gärten zu kontrollieren und von invasiven Neophyten zu säubern. Helfen Sie mit, invasive Neophyten auf unserem Gemeindegebiet aktiv und gezielt zu bekämpfen und halten Sie Ihren Garten frei von Sommerfliedern, einjährigem Berufkraut, Kanadischem Berufkraut, Goldrute und weiteren invasiven Neophyten!
Die Ansprechstelle für die Gemeinde Meisterschwanden sind die Werkbetriebe mit der Telefonnummer 079 464 23 44 oder werkbetriebe@meisterschwanden.ch.
So können Sie mithelfen Neophyten zu bekämpfen:
- Keine invasiven Neophyten kaufen und pflanzen
- Invasive Neophyten aus dem Garten entfernen (Pflanze mit der Wurzel ausreissen)
- Nachkontrolle (alle drei Wochen)
- Fachgerechte und kostenlose Entsorgung bei der Entsorgungsanlage während den Öffnungszeiten der Sammelstelle beim Werkhof
- Neophyten durch einheimische Pflanzenarten ersetzen
Neozoen
Invasive Tierarten können je nach Art unterschiedliche Probleme verursachen. Oftmals verdrängen invasive Arten einheimische Tierarten und gefährden so die Biodiversität. Invasive Mücken können wiederum ansteckende Krankheiten auf den Menschen übertragen.
- Die Asiatische Hornisse ist eine invasive, gebietsfremde Art, die ursprünglich aus Südostasien stammt. Sie gefährdet die heimische Insektenvielfalt, insbesondere Wild- und Honigbienen.
Melden Sie verdächtige Hornissen oder Nester mit Foto oder Video auf der nationalen Meldeplattform: www.asiatischehornisse.ch - Die Asiatische Tigermücke (Aedes albopictus) stammt ursprünglich aus Südostasien. Sie hat sich mittlerweile in weiten Teilen der Welt im tropischen bis warmgemässigten Klima ausgebreitet und ist auch in verschiedenen Regionen in der Schweiz anzutreffen. Die Tigermücke unterscheidet sich von der gewöhnlichen Stechmücke durch ihr aggressives Stechverhalten. Sie sticht tagsüber und mehrmals hintereinander. Die Asiatische Tigermücke ist ausserdem eine potenzielle Überträgerin von Tropenkrankheiten (wie Dengue-, Chikungunya-, Zika-Viren). Ihr Auftreten wird deshalb überwacht.
Melden Sie bei Verdacht mit Foto oder Video auf: www.muecken-schweiz.ch
Weitere Informationen finden Sie auf www.ag.ch/neobiota oder auf www.meisterschwanden.ch/neobiota. In verschiedenen Merkblättern ist beschrieben, wie invasive Neophyten und deren Pflanzenteile korrekt entsorgt werden und anstelle welcher einheimischen Pflanzen gepflanzt werden können.